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Bericht über die Jahreshauptversammlung 2016
St. Oswald zu Traunstein

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„Mit der Finanzierung sieht es richtig gut aus“

Verein der Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein sammelte wieder Geld für die Hauptorgel von St. Oswald

Traunstein. Die Finanzierung der Hauptorgel des größten Gotteshauses in der Stadt, einem überregional bedeutenden Denkmal und Primizkirche von Papst Benedikt XVI., sei noch nicht sicher abgeschlossen, stellte der Vorsitzende des Fördervereins „Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein“ bei der Jahreshauptversammlung fest. „Mich freut es sehr, dass ich im Einvernehmen mit Pfarrer Georg Lindl und Kirchenpfleger Johannes Huber feststellen kann, dass es „richtig gut aussieht“. Allerdings fehlt noch die Gewissheit.“ Und richtig sei auch: Die Finanzierung des Neubaus der neuen Hauptorgel des Papst-Benedikt-Orgelwerks müsse sicher abgeschlossen sein, bevor sich der Verein neuen Aufgaben zuwenden könne.
Die Motivation des Handelns habe sich etwas gewandelt, denn man stehe nicht mehr am Beginn des zuerst unüberschaubar zu scheinenden Projekts, sondern man wisse inzwischen, dass die Finanzierung gelingen werde. Trotzdem bestehe zur Euphorie kein Anlass, denn 100 Prozent Gewissheit, das Geld zusammenzuhaben, bestehe bei der Kirchenverwaltung noch nicht.
Zu den Einzelheiten erklärte Stahl, bereits im Dezember 2013 habe mit Zustimmung des Ordinariats die Kirchenstiftung den Vertrag mit der Orgelbaufirma Klais zum Bau der neuen Hauptorgel abgeschlossen. Die erste Rate sei mit maßgeblicher Unterstützung der Stadt und des Orgelvereins bezahlt worden.
Dann sei die Nachricht gekommen, dass die „Innenrenovierung“ von St. Oswald „bedeutende Ausmaße“ annehmen werde. „Trotzdem hatten wir alle damals gehofft, dass Ende 2015 ein genehmigtes Projekt für die Innensanierung mit einem Zeitplan für die Ausführung und die Finanzierung vorliegen wird. Allein so glatt und einfach sollte es leider nicht gehen“, sagte Stahl. Die vor dem Orgeleinbau unabdingbar nötige Innenrenovierung werde sich wesentlich aufwändiger und zeitintensiver gestalten, als angenommen. Das Ordinariat habe bislang die Finanzierung weder exakt zahlen- noch zeitmäßig fixieren können. Aber mit einigen Arbeiten sei begonnen worden.
In seinem Geschäftsbericht informierte der Vorsitzende, dass der Verein 70 Mitglieder zählt und der Mitgliederstand konstant blieb. „Das ist gut so; doch noch schöner wäre es, gewännen wir weitere hinzu, denn als Daueraufgabe des Vereins bleibt das Wirken für Traunsteins Orgeln und die Orgelmusik in der Stadt.“ Die Hauptaufgabe konzentriere sich allerdings noch auf die Hauptorgel, solange keine Sicherheit für den Abschluss der Finanzierung erreicht sei. Exakte Zahlen für den Finanzbedarf könne es noch nicht geben, weil der Zeitplan noch nicht fix sei und es deshalb zu Preissteigerungen kommen könne. Für ein Gewerk, nämlich die Malerarbeiten, konnte noch kein Angebot eingeholt werden. Es sehe aber nicht schlecht aus. „Wir können sagen: nach gegenwärtigem Stand der Dinge gelingt die Abschlussfinanzierung“, war Stahl optimistisch.
Die Orgelbaufirma Klais aus Bonn habe 2015 gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Orgelsachverständigen des Ordinariats die Verwertung alter Pfeifen im neuen Orgelwerk geprüft. Im Oktober habe die Kirchenverwaltung den Abbau der alten Orgel organisiert. Ferner habe sich die Kirchenverwaltung intensiv und in Zusammenarbeit mit dem Baureferat der Diözese mit der Innenrenovierung befasst.
2015 und auch heuer habe der Verein seine Werbeaktionen fortgesetzt. Insbesondere sei die nach drei Jahren zu Ende gegangene Kalenderaktion von Walter Niederberger erwähnt. Die letzten Kalender seien Anfang 2015 mit einem Reinerlös von fast 25 000 Euro verkauft worden. Zu nennen seien auch die Traunsteiner Bäcker. Beim Orgelbrotverkauf 2015 konnte ein Erlös von 1.960 Euro erzielt werden. Heuer waren es 1.570 Euro. Das seien nicht nur gute Zahlen, denn die Aktion sei auch eine ausgezeichnete Sympathiewerbung gewesen, so Stahl. In der sechsmal von den Bäckerfamlien Deisenseer, Kotter und Schneider durchgeführten Aktion seien insgesamt 11.150 Euro zusammengekommen. Auch von der Aktion „Orgelpate werden“ gebe es Gutes zu berichten. Inzwischen seien für 109 Pfeifen des Orgelwerks Patenschaften im Wert von ca. 115 000 Euro übernommen worden.
Der Verein der Orgelfreunde sei weder Eigentümer der Orgel noch Auftraggeber für den Bau und doch fühle er sich mitverantwortlich, wie und vor allem dass das große Werk gelingen könne, wissend, dass die Orgelmusik in erster Linie der Feier der Gottesdienste zu dienen hat. Das Wiedererwecken der Orgel sei aber auch eine Aufgabe der Denkmalpflege und überhaupt wichtiges Anliegen der Musikfreunde. Dieser Dreiklang ermuntere die Orgelfreunde besonders, diese spezielle Investitionsaufgabe bis zum sicheren Abschluss fortzuführen.
Schatzmeister Martin Spörlein berichtete, dass der augenblickliche Kontostand bei rund 240.000 Euro liege. Er hob ebenfalls den Erfolg von Kalenderaktion, Orgelbrotaktion sowie der Aktion „Orgelpate werden“ hervor und wies auf den Erlös aus der Rückvergütung aus dem Chiemgauer-Konto hin. Nun gehe es um die Sicherung der Schlussfinanzierung.
Der Vorsitzende stellte fest, die Mittel zur Begleichung der zweiten Rate seien auf den Konten von Pfarrei und Verein zum Überweisen vorhanden. Für die Schlussfinanzierung sei man sehr zuversichtlich. Es fehle allerdings noch die Ausschreibung der Malerarbeiten für das Orgelgehäuse. Ferner hoffe man, dass es keine weiteren Zeitverzögerungen mehr eintreten, sodass keine neuerlichen Verhandlungen über die Preisentwicklung erfolgen müssen.
Kirchenmusiker Manfred Müller berichtete, der Auftrag für den Bau der neuen Hauptorgel von St. Oswald sei Ende 2013 erteilt und die erste Rate bereits an die Orgelbaufirma Klais (Bonn) überwiesen worden. Anfang April 2016 sei eine kleine Traunsteiner Delegation auf eigene Kosten zu einem Werkstattbesuch nach Bonn gereist, um den Orgelbau und den genauen Umfang erneut und aktuell zu besprechen. Die grundlegenden Planungsarbeiten seien von der Firma Klais besprochen und abgeschlossen worden. Erfreulich sei, dass die Planungsgedanken über den Orgelumfang alle umgesetzt werden können. Mit den Detailplanungen und dem tatsächlichen Bau der Orgel werde die Firma eineinhalb Jahre vor dem Eröffnungsgottesdient beginnen.
Kirchenpfleger Johannes Huber ergänzte, bei den Gesprächen in Bonn habe man mit dem Orgelbauer eingehend die Finanzierung erörtert und eine Festpreisgarantie bis zum Jahr 2020 ausgehandelt. Allen Beteiligten sei klar, dass der Orgeleinbau erst beginnen könne, wenn die Sanierungsarbeiten weit fortgeschritten seien und kein Baustaub mehr zu befürchten sei. Aus der Innenrenovierung sei nach den Überraschungen der eingehenden Untersuchungen durch Statiker und Architekten längst  eine Gesamtsanierung der Kirche geworden. Die „Entrümpelung“ sei bereits abgeschlossen. Nun habe man die berechtigte Hoffnung, dass im Herbst ein realistischer Finanzierungs- und Zeitplan des Ordinariats für die inzwischen sehr umfangreiche Sanierung vorliege und die Bauarbeiten im Jahre 2020 abgeschlossen werden können.
Pfarrer Georg Lindl versicherte, dass von Traunsteiner Seite alles unternommen werde, um die Renovierung der Kirche und den Orgeleinbau auch 2020 abschließen zu können. Ordinariat und Pfarrgemeinde hätten eine große Aufgabe zu schultern. Nach Ostern 2017 sollen die Sanierungsarbeiten im Inneren des Gotteshauses intensiv beginnen, sodass die Gottesdienste verlegt werden müssten. Man überlege, ob in die Salinenkapelle und/oder nach Sparz.
Oberbürgermeister Christian Kegel würdigte die Arbeit des Orgelvereins als eine besondere Bürgeraktion, über die sich die Stadt besonders freuen dürfe. Es beeindrucke, mit welcher Energie nicht nur der Orgelbau, sondern auch die zuvor noch abzuschließende sehr aufwändige Renovierung von St. Oswald erfolge. Bjr

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