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Finanzierung für die Hauptorgel von St. Oswald steht
St. Oswald zu Traunstein

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Finanzierung für die Hauptorgel von St. Oswald steht

Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein können sich wieder anderen Zielen zuwenden – Vorstandschaft bei Neuwahlen bestätigt

 

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Foto: Neuwahlen gab es bei den Orgelfreunden St. Oswald-Traunstein. Unser Foto zeigt von links den stellvertretenden Vorsitzende Wolfgang Büchinger, Schatzmeister Martin Spörlein, Schriftführerin Christine-Maria Walde, den Vorsitzende Fritz Stahl und den stellvertretenden Vorsitzenden Manfred Müller. (Foto: Buthke)

 

Traunstein. Aufgrund der aktuellen Finanzierungslage für die neue Hauptorgel der Stadtpfarrkirche St. Oswald (zweiter Teil des Papst-Benedikt-Orgelwerks) beendet der Förderverein „Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein“ vorläufig die spezielle Werbung und Sammlung dafür. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Mitglieder bei ihrer Jahreshauptversammlung. „Mitgliedsbeiträge und allgemeine Spenden werden ab sofort für die anderen satzungsgemäßen Zwecke verwendet, nicht mehr wie bislang „automatisch“ für das Papst-Benedikt-Orgelwerk“ sagte Altoberbürgermeister Fritz Stahl, der bei den anstehenden Neuwahlen wieder als Vorsitzender bestätigt wurde.
Laut Satzung seien Aufgabe und Zweck des Vereins die Mithilfe bei der Erhaltung, Renovierung, Restaurierung und dem Neueinbau von Orgeln in Traunstein sowie die Förderung und Pflege der Kirchenmusik, besonders der Orgelmusik durch die Kirchengemeinden. Durch ideelle und finanzielle Unterstützung des Fördervereins seien die Restaurierung und Erhaltung der historischen Orgel im Ettendorfer Kircherl „St. Vitus und Anna“ aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und historischen „Franz-Borgias-Maerz-Orgel“ in der Salinenkapelle „St. Rupert und Maximilian“ sowie der Neueinbau einer Chororgel und der Hauptorgel auf der Westempore von St. Oswald verwirklicht worden.
„Die Förderung der Kirchenmusik, speziell der Orgelmusik konnte angesichts der Projektorientierung nicht so ausgeprägt unterstützt werden“, erklärte Stahl, aber die Konzertreihe „Musik im Kircherl“ habe von Anbeginn bis heute auch der Werbung für die Orgelprojekte gedient und die Orgelmusik an sich ebenso wie die Veranstaltungsreihe „Traunsteiner Orgeltage“.
Als es um die Finanzierung der Chororgel (erster Teil des Papst-Benedikt-Orgelwerks) gegangen sei, habe man geglaubt, dass man noch lange auf die neue Hauptorgel warten müsste, denn die Kirchenstiftung St. Oswald habe für sie rund 1,1 Millionen Euro aufbringen müssen. „Was wir damals in der Vorbereitungsphase für den zweiten Teil des Papst-Benedikt-Orgelwerks nicht ahnten  war, dass plötzlich die Innenrenovierung von St. Oswald eine übergeordnete und überaus kostenträchtige Rolle spielen würde und als weitere Baulasten die Dach- und Fenstersanierungen hinzukommen würden. Der Orgelbau musste also aus „technischen Gründen“ verschoben werden“, so der Vorsitzende. Es sei aber mehr als erfreulich, dass die „Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein“ im Einvernehmen mit der Kirchenverwaltung feststellen dürften, dass der Verein nun die für die Beschaffung der neuen Hauptorgel bestehende Finanzierungslücke der Kirchenstiftung schließen könne. Dem Kassenbericht von Martin Spörlein war dazu zu entnehmen, dass dafür ein Vereinsvermögen rund 265 000 Euro bereit steht. Nun hoffe man, das beim Orgelbau keine Preissteigerungen durch Verzögerungen bei der Innenrenovierung und/oder andere Widrigkeiten eintreten mögen, sagte Stahl. Der Preis für die Hauptorgel sei mit dem Orgelbauer bis Herbst 2020 festgeschrieben.
In seinem Jahresrückblick 2017 verwies der Vorsitzende auf die Besprechungen im Arbeitskreis Orgel, die Information an den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung, die Besprechungen mit Stadtpfarrer Georg Lindl sowie Kirchenpfleger Johannes Huber und Hermann Koch von der Kirchenverwaltung. Die Mitglieder wurden mit drei Vereinsbriefen informiert. Kirchenmusiker und zweiter Vorsitzender Manfred Müller initiierte neu die Konzertreihe „Musik im Kircherl“. Ferner beteiligte sich der Verein am Adventsmarkt von St. Oswald. Auch der Verkauf des Orgelweins war wiederum erfolgreich. Schließlich konnten im vergangenen Jahr auch neue Orgelpatenschaften begründet werden.
Zur Innenrenovierung von St. Oswald meinte Stadtpfarrer Lindl, der Kampf um die Finanzierung habe einige Jahre gekostet. Stand jetzt sei, dass am 5. August in St. Oswald noch das Patrozinium gefeiert werde. Danach werde die Kirche geschlossen und der Umzug in die Salinenkirche erfolge. Lindl räumte ein, dass dies Einschränkungen für die Gottesdienstbesucher mit sich bringen werde.
Bereits am 6. August sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Konzepte stehen im Wesentlichen. Der Stadtpfarrer betonte die gute Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis Sanierung, dem Ordinariat und dem Architektenbüro. Der Orgeleinbau erfolge erst, wenn der letzte Handwerker draußen sei. Der Vertrag mit der Orgelbaufirma bis zum November 2020 sei eine sportliche Zielvorgabe, so Lindl, aber man sei noch voll im Zeitplan.
Hermann Koch von der Kirchenverwaltung erklärte, die Außenrenovierung von St. Oswald sei seit einem drei Viertel Jahr am Laufen. Für die Dachsanierung habe man viel Geld verbaut. Das zweite größere Gewerk sei die Fensterrestaurierung. Als drittes würden die Portale im Westen restauriert. Bei der Innensanierung seien die Aufträge für die wesentlichen Gewerke wie beispielsweise Heizung, Licht- und Elektroinstallation und Baumeisterarbeiten vergeben worden. Den größten Brocken finanziere das Ordinariat, aber die Kirchenstiftung müsse eine Eigenbeteiligung beisteuern.
Zum Stand des Orgelprojekts sagte Kirchenmusiker Müller, die Pläne für die Hauptorgel seien fertig. Sie wäre in sechs Monaten fertig zusammengebaut, sodass der Startschuss für den Orgelbauer ein halbes Jahr, bevor die Handwerker St. Oswald verlassen werden, fällt. „Das Orgelprojekt ist im Kasten“, stellte Müller fest.
Kirchen seien zentrale, erhabene und das Stadtbild prägende Orte für das Gebet, das Anschauen oder den Kunstgenuss mit der Orgel, meinte Oberbürgermeister Christian Kegel. Ihn freute es, dass die Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein nach Beendigung des Projekts in St. Oswald im Vereinsziel nicht nachlassen.
Wenn die Kirchengemeinde aus St. Oswald ausziehe, dann sei dies für viele Neuland, aber es sei erfreulich, wenn später die Stadtpfarrkirche im neuen Glanz erstrahle und die Orgel erklinge, die den Namen des Traunsteiner Ehrenbürgers trage. „Ich hoffe, wir sehen uns im November 2020 alle wieder in St. Oswald“, sagte Kegel.
Zum neuen Konzept von St. Oswald kritisierte Franz Baumann, dass die Chororgel von Süden nach Norden versetzt und beim Hauptportal im Westen das mittlere Portal nur noch an hohen Festtagen benutzt werden soll. „Warum etwas verändern, was sich über Jahre bewährt hat“, fragte Baumann. Stahl sagte dazu, der Förderverein halte sich daraus, denn Eigentümer von St. Oswald sei die Kirchenstiftung. Stadtpfarrer Lindl sagte, die Entscheidung sei zwischen dem Ordinariat, den Architekten und der Kirchenverwaltung gefallen. Wegen der Asymmetrie des Chorraum werde die Chororgel versetzt. Durch Spezialglas werde sei gegen das Sonnenlicht geschützt. Das Hauptportal bleibe die meiste Zeit geschlossen, um die neue Hauptorgel vor Temperaturschwankungen zu schützen.
Bei den Neuwahlen wurden neben dem Vorsitzenden Stahl auch seine Stellvertreter Manfred Müller und Wolfgang Büchinger, Schatzmeister Martin Spörlein und Schriftführerin Christine-Maria Walde einstimmig ihren Ämtern bestätigt. Dies war auch bei Hannelore Bachmaier und Alfons Heinrich der Fall, die die Kasse prüfen. Bjr

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