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Finanzierungs- und Zeitplan für das Orgelwerk stehen

Gläubige müssen noch bis Kirchweih 2021 auf das Erklingen der neuen Hauptorgel der Stadtpfarrkirche St. Oswald warten

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Foto: Orgelmusik spielte Kirchenmusiker Manfred Müller (rechts) bei der Jahreshauptversammlung der Orgelfreunde St. Oswald auf einer Tischorgel. Wolfgang Büchinger betätigte den Blasbalg. Die Tischorgel besteht aus den Orgelpfeifen, der Tastatur und dem Blasbalg von drei verschiedenen Orgeln, sodass Müller scherzhaft von einer „Resteorgel“ sprach. (Foto: Buthke)

 

Traunstein – Wer nicht anfange, sich nicht einsetze und vor allem nicht durchhalte, der erreiche auch nichts, erklärte der Vorsitzende des Fördervereins „Orgelfreunde St. Oswald-Traunstein“, Altoberbürgermeister Fritz Stahl, bei der Jahreshauptversammlung, die im Pfarrsaal von St. Oswald stattfand, um die Corona-Abstandregeln einhalten zu können. „Finanziell abgesichert erscheint uns nun der Bau einer Hauptorgel (Teil zwei des Papst-Benedikt-Orgelwerks) für die katholische Stadtpfarrkirche St. Oswald zu sein“, so Stahl. Wobei das Wort „erscheint“ eine vorsichtige Umschreibung der erkennbaren Kosten im Verhältnis zu vorhandenen und zugesagten Mitteln sei.

Nach den Worten des Vorsitzenden ist die vor dem Orgelbau seinerzeit völlig überraschend als unabdingbar erkannte Innenraumsanierung der Stadtpfarrkirche in vollem Gang, sodass St. Oswald als Gottesdienstraum wieder voll funktionsfähig in neuem bzw. altem Glanz wirken und zum Weihnachtsgottesdienst 2020 erstrahlen könne. Die neue Hauptorgel soll – so ist geplant – zum Kirchweihfest 2021 erklingen.

Als ich im April des vergangenen Jahres in der Mitgliederversammlung die Hoffnung äußerte, dass die neue Orgel bereits zum Kirchweihfest 2020 spielen könnte, waren die Schwierigkeiten auf der Baustelle und deren Auswirkungen auf den Zeitplan noch nicht abzusehen. Aber es erging St. Oswald wie vielen anderen historischen Gebäuden, was Dauer und Kosten anbelangt“, sagte Stahl. Aber man sei wieder einmal „hoffnungsfroh gestimmt“.

Eifriger Arbeit und aufgeschossener Unterstützung sei es zu verdanken, dass seit der Vereinsgründung 2001 von den in der Satzung namentlich genannten Projekten bis auf die Hauptorgel von St. Oswald alle erfolgreich realisiert werden konnten und erfreulicherweise die handwerklichen Arbeiten für den zweiten Teil des Papst-Benedikt-Orgelwerks in diesen Jahr begonnen und 2021 vollendet würden, fuhr er. Nichts von alle dem sei von selbst gekommen und der Förderverein habe schon kreative Einfälle haben und es zu vermitteln verstehen müssen, dass Orgeln nicht nur als historische Instrumente ihren Wert hätten, sondern Orgelmusik auch in unserer Zeit einfach zum Gottesdienst gehöre, ihn ausschmücke und auch eine besondere Form der Andacht und auch Kunstgenuss sei.

Es ist mehr als erfreulich, dass wir als Verein im Einvernehmen mit der Kirchenverwaltung feststellen dürfen: Der Verein der Orgelfreunde St. Oswald kann die für die Beschaffung der neuen Hauptorgel bestehende Finanzierungslücke der Kirchenstiftung schließen“, sagte der Vorsitzende. Dank großzügiger Spenden von Gönnern und Stiftungen sowie erfolgreich verlaufender Aktionen des Vereins.

Für das Eine-Million-Projekt „Hauptorgel St. Oswald“ seien vordergründig technische Gründe maßgeblich, aber St. Oswald brauche eine neue Hauptorgel für die Feier der Gottesdienste und als Instrument der Verkündigung, zum Lob Gottes sowie zum Trost und zur Freude der Menschen. Das überregional bedeutende Kirchenbauwerk, das zusätzlich internationale Beachtung als Primizkirche von Papst Benedikt XVI. erfahren habe, verlange nach einem angemessenen, raumfüllenden Orgelwerk. Schließlich warteten die Musikfreunde darauf, dass die verstimmte Hauptorgel mit einem neuen Werk im historischen Gehäuse bald wieder erklingen möge, betonte der Vorsitzende.

Das „Tagesgeschäft“ war laut Stahl 2019 von Besprechungen im Arbeitskreis Orgel, vom Informationsaustausch mit dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenstiftung geprägt. Veröffentlichungen wurden stets mit den Kirchengremien abgestimmt. Beispielhaft für die Aktivitäten nannte Stahl die von Kirchenmusiker Manfred Müller initiierte Konzertreihe „Musik im Kircherl“, die Teilnahme am Adventverkauf der Pfarrgemeinde sowie den eigenen Verkauf des Orgelweins.

Stadtpfarrer Georg Lindl, der kürzlich eine Audienz beim emeritierten Papst Benedikt bei dessen Besuch in Regensburg hatte, überbrachte dessen Grüße an „seine Traunsteiner“. Die Baustelle der Innenraumsanierung schreite gut voran und liege im Zeitplan und im Budget, stellte Lindl fest. Mit Unterbrechungen, wie die Entdeckung der Gruft und die mangelnde Statik der Empore, auf der das Orgelwerk stehen wird, sei nicht mehr zu rechnen. Das Innengerüst werde demnächst abgebaut. Die Kirche sei wieder ein glänzender und strahlender Raum. Sobald das Gerüst abgebaut sei, würden die Bänke aufgestellt, der Haupteingang gestaltet, die Beleuchtung installiert und der Altar aufgebaut. „Da wir keine Mauern mehr aufmachen müssen, wird es auch keine Überraschungen mehr geben“, meinte der Stadtpfarrer. Am dritten Adventssonntag wird die Stadtpfarrkirche wieder eröffnet. Wegen Corona wird es keine große Feier, aber eine festliche Eröffnung geben. Die Hauptorgel soll am Montag nach dem Weißen Sonntag 2021 angeliefert und aufgebaut werden. In dieser Zeit wird die Stadtpfarrkirche nur am Wochenende zur Verfügung stehen. Am dritten Sonntag (Kirchweihsonntag) im Oktober 2021wird das Orgelwerk feierlich eingeweiht.

Wir sind bei der Orgel auf einem guten Weg“, konstatierte Kirchenmusiker Müller. Die Orgelbaufirma Klais in Bonn werde im September damit beginnen, die Orgel im Betrieb aufzubauen und ihre Funktionen zu überprüfen. Im Gespräch mit dem Kirchenmaler werde das Konzept für die Bemalung der Orgel erstellt. „Wir können uns auf eine richtig tolle Orgel freuen“, so Müller.

Auch Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer freute sich auf den 13. Dezember, wenn St. Oswald wieder bezogen wird. „Es ist wichtig für die Pfarrei, wenn St. Oswald wieder nach Hause kommt“, sagte er. 2020 werde ein gutes Jahr für die Stadt Traunstein, denn mit der Wiedereröffnung der Stadtpfarrkirche und der Klosterkirche werde sie viel hinzugewinnen. Dr. Hümmer betonte zudem das gute Verhältnis zur Kirche. Die Zusammenarbeit sei exzellent und vorbildhaft.

Kirchenpfleger Simon Schreiber bedankte sich bei den Orgelfreunden St. Oswald für die finanzielle Unterstützung beim Orgelbau. Es sei beeindruckend, was der Orgelverein in den 19 Jahren geleistet habe. Es gebe viele Leutein Traunstein, die für Orgelmusik etwas übrig hätten. Bjr

 

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